Zwischen Akku, Ver­bren­ner und E-Fuels

STIHL zeigt tech­no­lo­gie­of­fe­ne In­no­va­tio­nen

EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna zu Besuch bei STIHL

Welche Rah­men­be­din­gun­gen braucht in­dus­tri­el­le Trans­for­ma­ti­on in Europa? Diese Frage stand im Mit­tel­punkt des Besuchs von Kerstin Jorna, Ge­ne­ral­di­rek­to­rin der Ge­ne­ral­di­rek­ti­on Bin­nen­markt, Industrie, Un­ter­neh­mer­tum und KMU (DG GROW) der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on, bei STIHL in Waib­lin­gen. Das schwä­bi­sche Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men zeigte am 21. September 2026, wie die Trans­for­ma­ti­on gelingen kann – von leis­tungs­fä­hi­gen Akku-Produkten über moderne Mo­to­ren­tech­no­lo­gi­en bis hin zu al­ter­na­ti­ven Kraft­stof­fen wie Bio- und E-Fuels findet sich alles im STIHL Pro­dukt­port­fo­lio. Im Austausch ging es um ver­läss­li­che In­no­va­ti­ons­be­din­gun­gen, Tech­no­lo­gie­of­fen­heit, faire Wett­be­werbs­be­din­gun­gen und wirksame Markt­über­wa­chung als Vor­aus­set­zun­gen für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit Europas.

Politischer Austausch zu Transformation und Wettbewerbsfähigkeit

Selina Stihl, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des STIHL Beirats, nahm die Ge­ne­ral­di­rek­to­rin in Empfang und betonte die Bedeutung eines engen Aus­tauschs zwischen Politik und Un­ter­neh­men: „Die großen Her­aus­for­de­run­gen unserer Zeit, von der Dekar­bo­ni­sie­rung bis zur Sicherung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit Europas, können wir nur gemeinsam be­wäl­ti­gen. STIHL hat früh begonnen, die Akku-Tech­no­lo­gie sys­te­ma­tisch auf­zu­bau­en – lange bevor sie im Markt die heutige Bedeutung hatte. In­dus­tri­el­le Trans­for­ma­ti­on braucht deshalb einen langen Atem, er­heb­li­che In­ves­ti­tio­nen und ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen. Als Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men stehen wir für dieses lang­fris­ti­ge En­ga­ge­ment. Ent­schei­dend ist, dass Politik Tech­no­lo­gie­of­fen­heit er­mög­licht und Un­ter­neh­men den nötigen Raum für In­no­va­tio­nen gibt.“

Kerstin Jorna führte aus: „Der Besuch bei STIHL zeigt ein­drucks­voll, welchen Beitrag in­no­va­ti­ve In­dus­trie­un­ter­neh­men zur tech­no­lo­gi­schen und nach­hal­ti­gen Trans­for­ma­ti­on Europas leisten. Besonders be­mer­kens­wert ist der tech­no­lo­gie­of­fe­ne Ansatz, mit dem STIHL un­ter­schied­li­che Lösungen für die viel­fäl­ti­gen An­for­de­run­gen seiner Kunden ent­wi­ckelt. Solche In­no­va­ti­ons­kraft ist ein wichtiger Baustein für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des In­dus­trie­stand­orts Europa.“

Technologieoffenheit in der Praxis: Akku, Verbrenner und alternative Kraftstoffe

Was In­no­va­ti­on und Tech­no­lo­gie­of­fen­heit bei STIHL bedeuten, de­mons­trier­te Ent­wick­lungs­vor­stand Dr. Holger Lochmann bei einem Rundgang durch das Ent­wick­lungs­zen­trum. In West­eu­ro­pa ist in­zwi­schen jedes zweite verkaufte STIHL Produkt ak­ku­be­trie­ben. Zugleich ent­wi­ckelt das Un­ter­neh­men moderne Ver­bren­nungs­tech­no­lo­gi­en und Lösungen rund um al­ter­na­ti­ve Kraft­stof­fe kon­se­quent weiter. Lochmann er­läu­ter­te dazu: „Unsere Kunden arbeiten weltweit unter sehr un­ter­schied­li­chen Be­din­gun­gen. Ent­schei­dend ist deshalb, für jede Anwendung die passende Lösung aus Leistung, Nach­hal­tig­keit und Pra­xis­taug­lich­keit an­zu­bie­ten. Re­gu­lie­rung soll diesen Wett­be­werb der besten Lösungen er­mög­li­chen, und nicht einengen.“

Der Rundgang machte deutlich, wie an­spruchs­voll tech­no­lo­gie­of­fe­ne Trans­for­ma­ti­on in der Praxis ist: Im Ent­wick­lungs­zen­trum zeigte STIHL, nach welchen strengen Qua­li­täts­maß­stä­ben Produkte ent­wi­ckelt und getestet werden, un­ab­hän­gig von der An­triebs­art. Si­cher­heit, Ergonomie, Emis­sio­nen und Pra­xis­taug­lich­keit werden dabei ebenso intensiv be­trach­tet wie Leistung und Lang­le­big­keit. 

Faire Wettbewerbsbedingungen als Voraussetzung für Innovation

Neben der Trans­for­ma­ti­on der An­triebs­tech­no­lo­gi­en stand auch die Frage im Mit­tel­punkt, wie eu­ro­päi­sche In­dus­trie­un­ter­neh­men im in­ter­na­tio­na­len Wett­be­werb gestärkt werden können. Ge­sell­schaf­ter Dr. Rüdiger Stihl setzte dabei einen Schwer­punkt auf eine effektive Markt­auf­sicht: „Ein starker eu­ro­päi­scher Bin­nen­markt braucht faire Wett­be­werbs­be­din­gun­gen für alle und eine wirksame Markt­über­wa­chung. Für Un­ter­neh­men wie STIHL ist ent­schei­dend, dass geltende Regeln kon­se­quent durch­ge­setzt werden und Han­dels­hemm­nis­se abgebaut statt neuer Hürden aufgebaut werden. Nur so können In­no­va­tio­nen, In­ves­ti­tio­nen und in­dus­tri­el­le Wert­schöp­fung in Europa dauerhaft er­folg­reich sein.“

Besonders im On­line­han­del zeigt sich, wie wichtig wirksame Markt­über­wa­chung für faire Wett­be­werbs­be­din­gun­gen ist: Gelangen Produkte aus Dritt­staa­ten ohne ver­läss­li­che Prüfung in den EU-Bin­nen­markt, entstehen Risiken für Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher und Nachteile für Un­ter­neh­men, die eu­ro­päi­sche Si­cher­heits- und Kon­for­mi­täts­an­for­de­run­gen kon­se­quent erfüllen. STIHL fordert daher, Daten besser zu ver­knüp­fen, damit ri­si­ko­ba­sier­te Kon­trol­len möglich sind. Zudem braucht es klare Ver­ant­wort­lich­kei­ten durch einen rechtlich und fi­nan­zi­ell haftbaren Wirt­schafts­ak­teur in der EU sowie kon­se­quen­te und wirksame Sank­tio­nen bei wie­der­hol­ten Verstößen.

Beim ab­schlie­ßen­den Austausch dis­ku­tier­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer, wie eu­ro­päi­sche Ge­setz­ge­bung In­no­va­ti­on, Forschung und nach­hal­ti­ges Wachstum ver­läss­lich un­ter­stüt­zen kann.  Um Deutsch­land und Europa pro­duk­ti­ver und wett­be­werbs­fä­hi­ger zu machen, muss in­dus­tri­el­le Wert­schöp­fung in Europa Vorfahrt haben, der eu­ro­päi­sche Bin­nen­markt vollendet und damit mehr Frei­hei­ten für das Un­ter­neh­mer­tum ge­schaf­fen werden.

Quelle: STIHL

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